Steffi: USA 2001

Mittwoch, "Tag 31 ": Grand Canyon - Monument Valley

Am South Rim entlang ging es durch die Painted Desert in Richtung Monument Valley. Dort angekommen schauten wir erst mal bei Totem Pole Tours vorbei. Ooops, die Pferde hatten Futter und Wasser und Unterstände gab es auch. Aber die Hufe! Schrecklich! Wir schauten trotzdem mal im Office vorbei, trafen dort auch den Besitzer an, den ich im Frühjahr auf der ITB kennen gelernt hatte. Er sagte, sie hätten die Pferde erst von den Winter-Weiden geholt und der Schmied wäre noch nicht da gewesen. Hmmmm... wenn das stimmt, dann ist's ziemlich ok da. Anhand seines Plans konnte ich auch sehen, daß Reittouren erst für die nächste Woche geplant waren. Nun ja, schaun mer mal...
Auf gings zum nächsten Reitstall, dieses Mal direkt im Monument Valley. Bei Ed Black war ich auch 1996 und 1998 geritten und nun wunderte ich mich: nur wenige Pferde im Korral, alle ziemlich dünn, aber die Hufe waren ok und Wasser sowie Futter waren ausreichend da. Hmmm... was war da passiert?
Später hörten wir, daß Ed Black sein Geschäft teilen mußte. Streitigkeiten im Stamm führten dazu. Und man konnte auch nicht mehr durch das Gebiet mit den "grüßenden Händen" reiten sondern mußte an der Straße entlang ins Tal. Ja, Zeiten ändern sich, es gibt Gerüchte, daß die Navajo das Valley komplett schließen wollen. Aber wovon werden sie dann leben??? Die Touristen scheinen nicht wenig Geld dort zu lassen. Ob man darauf einfach verzichten kann?
Wir sind noch mit unserem Auto bis zum Ford's Point gefahren, obwohl die Straße eigentlich nicht für solche Schiffe wie unseren Buick ausgerichtet ist. Auch dort gibt es nun einen Reitstall. Sie haben allerdings nur ziemlich kleine Pferde, wenn ich da an manche schwere Touristen ohne Reit-Vorkenntnisse denke... Au Backe, die armen Pferde...
Wir gingen zum Kaffee trinken noch zur Gouldings Lodge und dann ging weiter nach Mexican Hat. Wir hatten dort in der Mexican Hat Lodge zwei Übernachtungen gebucht, da mir das Hotel direkt im Valley (Gouldings Lodge) zu teuer war. Wir checkten ein, im Nebenzimmer wurde Gitarre gespielt, da hatten sie ein kleines Tonstudio. Als ich erzählte, daß ich in einem Tonstudio arbeite, bekamen wir gleich noch eine Studio-Führung. Und als der Hotel-Inhaber hörte, daß ich Ranchurlaub organisiere, da verschleppte er Harald und mich gleich noch zu Rusty und Betty. Die haben in der Nähe des Hotels ein Camp, direkt am Fluß. Dort hatten sie grad Abendbrot fertig für eine Gruppe Tourleiter von Trek America. Also führte uns ein Wrangler erst einmal auf dem Gelände und bei den Pferden rum.
Man kann in Tipis oder in einer Hütte wohnen, im Heu oder am Lagerfeuer schlafen, oder gar auf dem Trampolin, ganz wie es einem gefällt.
Betty und Rusty bieten nicht nur Ausritte an sondern auch Line Dance, Ropen, das Kennenlernen des Lebens der Indianer und Cowboys... Die Pferde sind alle in einem "top" Zustand und als wir dann mit Betty quatschen konnten nahmen wir gern die Einladung auf einen Frühstücksritt am übernächsten Tag an.
Wieder im Hotel angekommen schielten wir auf den Swimming Pool, aber daran wurde noch gebaut, also war er noch für die Gäste gesperrt. Nur die Hotel-Family durfte planschen. NEID! Dafür entschädigte uns das Abendessen, wunderbare Steaks.

Donnerstag, "Tag 32 ": Monument Valley

Frühs aufstehen, zum Monument Valley fahren, 8 Uhr sollten wir da sein. Ich hatte meine Uhr vorsorglich auf Reservations-Zeit gestellt. So waren wir pünktlich. Am Besucher-"center" trafen wir sogar noch auf Chris, mit dem ich 1996 auf Ausritt war. Mavin, der mit uns auf den Ritt gehen wollte, suchte mir meinen alten Bekannten "Boulder" aus, den ich aber dankend ablehnte. Er wunderte sich etwas, daß ich das Pferd kannte. Und suchte mir dann einen etwas (ziemlich :-(( ) dünnen Roan aus. Harald erwischte einen etwas besser gebauten Braunen, er hatte sich eigentlich auf einen Blue Roan "gespitzt ", aber den nahm sich Marvin selbst.
Und los ging es. Unsere Pferde entpuppten sich als flotte Renner. Haralds Pferd fand es zwar nicht so toll, von der Gruppe weg geritten zu werden, aber ansonsten war er cool. Marvin hatte erst befürchtet, wir wären auch solche Leute, die sagen, daß sie reiten können. Zitat Marvin: "Sie sehen aus, als kämen sie vom Cattle Drive, haben all diese Rodeo-Aufkleber am Pickup. Und wenn sie dann am gesattelten Pferd stehen, da haben sie Angst davor, aufzusteigen. ". Aber er merkte bald, daß er mit uns auch flott reiten kann und so machten wir einen "gut durchwachsenen Ritt ", mit vielen Trab- und Galopp-Passagen.
Nachmittags waren wir wieder zurück, schauten uns noch den Trading Post an und fuhren dann zurück nach Mexican Hat.
Ich wollte abends eigentlich über unsere Essens-Vorräte im Hotelzimmer herfallen, aber Harald kam auf die glorreiche Idee, mich zum Abendessen einzuladen. Also gab's statt Stulle wieder Steak!

Freitag, "Tag 33 ": Mexican Hat - Sedona

Ooops... Konfusion mit Arizona-Zeit, Reservations-Zeit und Utah-Zeit. Jedenfalls sind wir 6 Uhr nach unserer Uhr aufgestanden, aber das war Arizona-Zeit. Ooops, 7 Uhr in Utah. Also: nichts war mit Frühstück und gemütlich rüber fahren. Schnell rein in die Klamotten und ab zum Camp. Wir waren gerade pünktlich.
Harald hatte sich schon wieder in einen Rotschimmel verguckt und er hatte Sternchen in den Augen, als er den Rotschimmel gesattelt am Paddock stehen sah. Aber dann gab Betty mir den Rotschimmel und Haralds Gesicht wurde länger und länger. Der Schimmel gefiel mir ja auch besser, aber ich wollte Harald nicht so zappeln lassen, also fragte ich Betty, ob ich den Fuchs reiten kann und Harald den Schimmel. Betty meinte, daß es eigentlich egal ist, wer welches Pferd nimmt. Also stellten wir uns die Steigbügel ein, inzwischen kam auch Haley vom Hotel mit ihrem Quarter Horse und so zogen wir zusammen mit Betty los.
Es wurde ein gemütlicher Zweistunden-Ritt, Harald fetzte dann auch mal so richtig mit Haley los. Wir hatten jedenfalls viel Spaß.
Dann ging's zurück zum Hotel, schnell noch frühstücken, dann fuhren wir los in Richtung Süden. Dan'l hatte uns eine Straße gezeigt, die an indianischen Ruinen und am Sunset Krater vorbei führte. Der Walnut Canyon, den wir noch besichtigen wollten, war leider abends schon geschlossen. Also ging es direkt nach Sedona, wieder zu Dan'l.







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