Steffi: USA 2001

Montag, "Tag 22 ": Williams Family Ranch

5 Uhr frühs stand Carrol auf und ließ unsere Kläfferin aus dem Haus. Und es ging pausenlos bis zur Frühstückszeit, 7 Uhr. Na toll! Die "Jungs ", die wir aus Wickenburg mitgebracht hatten, verhielten sich dagegen vorbildlich. Sie wurden abwechselnd angeleint und hatten so schon gewisse Freiheiten auf der Ranch.

Wir gingen dann auf einen Ritt mit Carrol, Gates und Zaun checken. Ich hatte wieder Mary, Harald konnte sich aussuchen: Twister oder Highpocket. Twister ist der Vollbruder zu Tadpole, aber viel größer. Super für die Arbeit mit Rindern, aber als Trailpferd eher etwas geruhsam. Carrol sagt, er spart seine Kräfte auf, weil man ja nie wissen kann, was einem im Laufe des Tages noch so passiert. Da Highpocket, ein flotter brauner Wallach, am Vortag von Roy geritten wurde nahm Harald lieber Twister und war erst mal überhaupt nicht zufrieden. Erst gegen Ende des Rittes "war der Knoten geplatzt" und Twister zottelte nicht mehr mit steifem Kreuz wie ein Touristik-Gaul sondern schwebte mit Harald die Trails entlang.

Nachmittags war es super-heiß (für uns). Carrol mußte nach Phoenix, Geschäfte erledigen, Heu kaufen. Sie meinte, daß sie erst Dienstag mittags zurück ist, sagte Ed, daß wir reiten können, wann immer wir wollen, daß wir wissen, welche Pferde wir nehmen dürfen. Und bat uns, alle Rinder in Richtung Korral zu schieben, die Kälber ohne Brandzeichen dabei haben. Ed schaute etwas erstaunt, aber Carrol sagte, daß das nicht die ersten Kühe wären, die ich treiben würde.


Carrol fuhr ab, wir hielten Siesta, ritten dann (bareback) mit Mary und Twister zum Swimming Hole. Als wir uns wieder auf den Heimweg machten sah ich gleich bei den Büschen, wo wir unsere Pferde immer angebunden hatten, eine Klapperschlange. Ooops... zwar "nur" eine kleine, aber wenn man gebissen wird ist das fast egal. Nur gut daß wir auf Carrol gehört haben und immer schön vorsichtig sind, wenn wir die Pferde anbinden und baden gehen.

Wieder zu Hause angekommen war Ed grad' beim Füttern. Wir halfen ihm wieder und dann war eigentlich Abendbrotzeit. Ed meinte, er würde sich nur eine Schüssel Cornflakes zurecht machen. Carrol hatte uns leckeren Rinderbraten fertig gemacht. Aber Harald und ich beschlossen, endlich mal unser Obst zu futtern, also machten wir uns einen Obstsalat und ließen das "richtige" Abendessen aus.

Es hätte ein geruhsamer Abend werden können, wenn da nicht die kläffende Hündin gewesen wäre. Harald bekam nun schon einen leicht hysterischen Gesichtsausdruck, er kann ja "ningelnde" oder gar kläffende Hunde nicht ab. Wir konnten Ed zum Glück überreden, die Hündin wieder "ins Exil" zu stecken. Rein in den Pferdehänger, Tür zu, Ruhe! Erst ein paar Stunden später kam der erste Kläffer. Aber nun so leise, daß man dabei ungestört schlafen kann. Misthund!







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