Steffi: USA 2001

Donnerstag, "Tag 18 ": Wickenburg, Arizona - Williams Family Ranch

Pünktlich 11 Uhr hatten wir alles gepackt und checkten aus, da rief Carrol an, daß sie etwas später kommt. Kein Problem. Dann gab es ein "Riesen-Hallo" beim Wiedersehen. Wir packten alles Gepäck in die Fahrkabine vom Pickup, da Carrol noch Einkäufe und Hunde hinten aufladen wollte.

Wir machten unsere Einkaufsrunde, Ben's Saddlery, Double D Western Outfitter, Bashas (Zigarette, Dr. Pepper, Eiskrem), dann luden wir Carrol zum Mittagessen bei KFC ein.

Anschließend ging's ins Tierheim. Da waren zwei junge Hunde mit Catahoula Blut eingeliefert worden. Zum weggeben oder einschläfern. Man rief Carrol und Roy an, ob sie die Hunde nehmen wollen. Und wenn es auch erst mal nur "test-weise" ist. Warum nicht? ...

Harald und ich durften mit ins Tierheim rein, wurden aber angewiesen, kein Tier anzufassen. Jaja, die strengen amerikanischen Versicherungs-Bedingungen. Alles klar.


Der erste Hund, der braun weiß gescheckte mit lustig gezeichnetem Gesicht, wurde auf den Pickup verfrachtet. Dann der zweite, ein ängstlicher braun-gestromter Hund. Der sich dann gleich das Halsband über den Kopf zog und stiften ging. So ging es erst mal auf Hundejagd und zum Glück konnten wir ihn erwischen, bevor er auf den Highway rennt.

Nun konnten wir uns endlich auf den Weg zur Ranch machen. Unterwegs machten wir Halt, Carrol hatte eine Klapperschlange am Wegesrand gesehen!
Die Schlange wollte sich grad' in's Gebüsch verkrümeln. Carrol hielt an, sprang aus dem Auto und fing an, mit Steinen nach der Schlange zu werfen. "Are you going to kill him?" (Willst Du die Schlange töten?) ... Carrol: "Nooo! I want him to turn around so you can take some pictures! " (Nein! Die Schlange soll zurück kommen, daß Du Fotos machen kannst!) --- Ooops... danke Corrol :-) Also machte ich einige Fotos, dann machten wir uns wieder auf den Weh in Richtung Ranch...

Die Hunde hatten sich so halbwegs beruhigt, die holperige Fahrt machte sie wahrscheinlich auch müde.

Eine total beeindruckende Fahrt durch Wüste & Berge, dann waren wir gegen Abend endlich auf der Ranch ...

"Mein Pferd" Tadpole ist noch nicht im Korral sagte Carrol. Man müsse sie erst am nächsten Tag einfangen. Ach ja. Aber Hauptsache war, daß sie überhaupt auf der Ranch ist, da sie das Privatpferd von Katie ist (Carrols Schwiegertochter).

Dann die große Überraschung: Tadpole ist da! :-) :-) :-) "Ooops, da hat Ed sie wohl heute eingefangen!" Toll!

Auch andere Pferde, die ich von den vorigen Urlauben her kannte, waren in den Paddocks. Nur Drifter vermißte ich, einen der beiden Quarter Horse Hengste. Er ist leider im letzten Sommer gestorben :-( ...

Wir haben uns erst mal im Bunk House wohnlich eingerichtet. Das Bunk House hat im letzten Winter ein neues Dach bekommen, ebenso das Ranchhaus. Dort gibt es sogar eine neue Veranda mit Zugang von der Küche. Eine tolle Arbeits-Erleichterung für Carrol, wenn sie viele Leute zu versorgen hat. Gelegentlich kommen auch mal größere Gruppen auf die Ranch, für einen Trailritt und anschließendes Essen. Aber das ist meist außerhalb der Zeit, in der Gäste auf der Ranch sind.

Das Bunk House ist neu verputzt worden, das Badezimmer ist nun auch ocker und nicht mehr pink :-) ... die weitere Deko der Räume und eine kleine Küche im Vorzimmer ist noch in der Planung, aber alles auf einmal geht nun mal nicht.

Als alle unsere Sachen unter Dach und Fach waren besuchten wir die Rösser. Dort lernten wir auch Ed kennen, einen älteren Cowboy, der auf der Ranch wohnt und sich um Pferde und Rinder kümmert. Schließlich servierte uns Carrol eins ihrer berühmten Abendessen, nach dem man eigentlich nichts anderes machen kann als Siesta halten.

Abends hielten uns die beiden neuen Hunde noch eine Weile wach, sie jaulten schrecklich, fanden es wohl überhaupt nicht gut, daß sie angebunden waren. Aber Carrol war besorgt, daß sie aus dem Hundezwinger springen und stiften gehen.







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