Steffi: USA 2001


immer noch Montag, "Tag 1 ": Denver -

Irgendwann nachmittags war ich dann in Denver, mein Gepäck auch. Und ich machte mich auf die Suche nach meinem Auto-Vermieter. "Alamo" war leicht zu finden, gleich im Terminal. Und zum Auto ging es dann ganz bequem per Shuttle-Bus.

Nun habe ich ja in deutschen Landen kein Auto, meine Fahrpraxis seit 1987 beschränkt sich auf ca. 3 Wochen fahren in USA. Ziemlich wenig, aber irgendwie hab' ich's geschafft, mit dem Auto gut vom Hof zu kommen und ich habe auch gleich die Straße nach Colorado Springs gefunden. Zwar eine "Toll Road" um Denver herum, wo ich 3x $1,50 zahlen mußte, aber dafür blieb mir die Rush Hour in Denver erspart.

Meine "Internet-Freundin" Gudrun wollte ich besuchen. Sie war vor kurzem von Montana nach Colorado Springs umgezogen. Und wohnt da nun etwas außerhalb, nicht so leicht zu finden. Sie fragte, ob ich sie abends am Krankenhaus treffen will, wo sie arbeitet. Aber das hätte bedeutet, daß ich im Dunklen zu ihrem Haus fahren muß. Ich bevorzugte, das Haus selbst zu suchen und so bei Tageslicht unterwegs zu sein. Ich bin nämlich nicht nur ein lausiger Autofahrer sondern auch noch nachtblind. Toll, was?

Die Straße nach Yoder war leicht zu finden, dann war Improvisation angesagt, aber schließlich war ich doch bei Gudrun angekommen.

Keiner zu Hause, nur der Schäferhund empfing mich mit Knurren und Bellen. Und die Pferde tobten auf der Koppel rum. Der Hund schien nicht sehr gefährlich zu sein, also stieg ich aus, bummelte zu den Pferden rüber, 3 Araber und ein Morgan, dann ging ich zurück zum Auto, eine Runde lesen...
Gudrun hatte gesagt, sie wären gegen 19:30Uhr zu Hause. Ich wollte nicht unbedingt ins Haus gehen, weil es mein erster Besuch bei Gudrun war und es war auch nicht sooooo kalt, also beschloß ich, auf dem Hof bzw. im Auto zu warten, bis Gudrun und Rai nach Hause kommen.

Schließlich trudelten sie ein, es gab ein riesiges Hallo, weil ich wirklich da war. Hatte nämlich in den stressigen Tagen vor meiner Abreise garnicht mehr daran gedacht, meine Ankunft noch mal telefonisch zu bestätigen.

Gudrun zauberte uns ein tolles Abendessen, ich wollte nur mal schnell meine Mails checken... und da hatte ich eine 12 Megabyte große Mail, mit 3 Bildern. Na, schönen Dank auch!!!

So kam es, daß Gudrun und Rai schon längst in der Falle waren und ich mitternachts immer noch vor dem Computer hockte.



Dienstag, "Tag 2 ": Colorado Springs

Nach einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich mit Gudrun und Rai auf den Weg. Rai mußte mittags zum Zahnarzt, Gudrun zur Versicherung. Danach wollten wir eine Runde drehen, ein paar Einkäufe machen, ein paar Sehenswürdigkeiten besuchen, zum Schluß auf das Land fahren, daß sich Gudrun und Rai gekauft haben.

Beim Büro der Zeitschrift "Western Horseman" machten wir einen Stop. Ich wollte ein paar Fotos machen, die Western Galerie im Office anschauen und auch gleich mein abgelaufenes Abo erneuern.

Ooops... meine gute Spiegelreflex-Kamera gab ihren Geist auf! Es ging nichts mehr und ich war stinksauer. Also konnte ich nur ein paar Bilder mit meiner kleinen Digital-Kamera machen.

Die Galerie im Office ist echt sehenswert! Also, wenn Ihr in Colorado Springs seid, unbedingt mal vorbei schauen.

Weiter gings zum "Garden of the Gods ".



Dann zum Land, wo Gudrun und Rai ein Haus bauen wollen. Schließlich landeten wir in einem Texas Steak House, wo wir uns eine Marguerita reinzogen und fürchterlich gute Steaks sowie Unmengen von Erdnüssen verputzten.

Zu Hause angekommen rannten uns fast Rowdy und Libby ins Auto, der Morgan Wallach und das Araberfohlen. Die hatten sich selbständig gemacht und stromerten auf dem Hof rum. Die anderen beiden Araber, Oriawna und Parker, hatten das Loch im Zaun nicht gefunden und protestierten laut wiehernd, daß sie nicht an dem Spaß teilhaben konnten. Wir schoben die Ausbrecher wieder auf ihre Koppel, flickten den Zaun, fütterten die Rösser, zogen uns noch das Video von der Schively Ranch rein, dann war Nachtruhe angesagt.







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